Mit einer guten Portion Agressivität gingen die Fiat Professional Wölfe in das Spiel gegen Cortina, das die „Wende zum Guten“ bringen sollte. Die Vorzeichen dafür standen gut, mit Tauber und Elliscasis wies die Absenzenliste nur noch 2 Dauerverletzte auf, alle anderen Spieler, die zuletzt gegen Mailand gefehlt hatten, waren wieder mit von der Partie. Trainer Richer konnte demnach neben dem Paradesturm Scandella-Ling-Oberrauch auch Crepaz-McLeod-Bona und McCauley-O’Marra-Erlacher aufbieten.

Die Wölfe begannen das Spiel druckvoll und versuchten auch den sofortigen Abschluß zu finden. Bereits in den ersten Minuten gab es Chancen durch Bona, Oberrauch und Scandella. David Ling traf nur die Querlatte, Scandella wurde ein Tor annuliert – Head Gamper wollte den Puckbereits unter der Kontrolle von Cortina-Goalie Borelli gesehen haben.

Cortina wurde meist nur gefährlich, wenn die Pusterer Hintermannschaft keine Anspielstation fand und demnach den Puck nicht aus der Gefahrenzone brachte, jedoch war Aubin stets zur Stelle. Während ein Powerplay für die Gäste harmlos blieb, drückten Armin Helfer & Co. Ihrerseits in Überzahl gewaltig – einmal mehr wollte der Puck aber nicht über die Linie. Während die Wölfe ein 5 gegen 3 Überzahlspiel vergeigten, ermöglichte ein unnötiges Foul von Helfer den Gästen eine solche Möglichkeit zu Ende des 1. Abschnitts. Die größte Chance zu Beginn des 2. Drittel fand Darcy Campbell vor, der ideal von Oberrauch bedient, nur Zentimeter am Tor vorbei schoß. Auch Oberrauch selbst scheiterte mit einem seine gefürchteten Handgelenkschüssen. Für einen weiteren Wachrüttler sorgte David Ling, der sich von Zandonella nicht zwei Mal zum „Tanz“ bitten ließ, natürlich mit dem besseren Ende für den NHL-Haudegen. Auch in diesem 2. Drittel gab es jederzeit ein Chancenplus für den HCP.

Für einen wahren Felssturz sorgte der heuer unverwüstliche Armin Hofer, der sich ein Herz fasste und einen Sololauf mit dem 1:0-Treffer krönte. Den gut 1000 Zuschauern in der Leitner-Solar-Arena fielen ebensoviele Steine vom Herzen. Nach einer im Angriffsdrittel erkämpften Scheibe hatte der solide Daniel Glira (Im Bild) das 2:0 auf dem Schläger. In der Folge gab es eine Strafenflut auf beiden Seiten, Tor wollte jedoch nur noch eines fallen, und zwar in bereits bekannter Manier: Pass Ling, Direktabnahme Oberrauch, 2:0! Insgesamt erhitzten sich die Gemüter im Laufe des Spiels immer mehr, gleich mehrere Schiedsrichterentscheidungen wurden vom HCP-Anhang lautstark protestiert, so wie McCauleys Strafe vor der Drittelsirene. Er hatte versucht den freiliegenden Puck ins Tor zu stochern und wurde dafür bestraft.

Nach überstandenem Unterzahlspiel zum Auftakt der letzten 20 Minuten, versuchten die Spieler von Mario Richer etwas Ruhe und Ordnung in das Spiel zu bringen. Der HCP weiter tonangebend, wenn auch etwas vorsichtiger, um nicht in Konter zu laufen, der großen Stärke der Ampezzaner. Das „Pulverfass“ entgültig zum Überlaufen brachte ein grobes Foul von Felicetti an O’Marra, das nicht einmal eine 2-Minuten-Strafe nach sich zog. Der erste Verdacht vor der Kontrolle im Krankenhaus: Knöchelverletzung. Auch Thomas Erlacher musste das Spielfeld nach einem Schlag gegen den Kopf verlassen.

Der HCP verwaltete den 2-Tore-Vorsprung nicht nur, sondern suchte weiterhin den Weg zum gegnerischen Tor, Aubin erwies sich auch im 3. Abschnitt als sicherer Rückhalt. Das 3:0 besorgte Patrick Bona per „Empty Net“. Fazit: mit 55 Torschüssen (gegen nur 24 von Cortina) hielten die Fiat Professional Wölfe den Gegner und Dauerbeschuss und wurden für das entschlossene Auftreten belohnt.