Am 28. September trafen heuer in Klobenstein Ritten und Pustertal zum ersten Mal aufeinander, und nach einem knappen Spiel ging der HCP damals mit 2:1 als Sieger vom Eis. Drei Monate später standen heute erneut die Torhüter im Zentrum des Geschehens, und diesmal zogen die Fiat Professional Wölfe den Kürzeren: 1:3 lautete der Endstand nach einem spannenden Spiel in der ausverkauften Leitner Solar Arena. Nach einer erfolgreichen Tour de Force mit 7 Siegen in den letzten zwei Wochen gelang somit der krönende Abschluss nicht, Ritten Sport hingegen verkleinerte mit dem verdienten Erfolg den Rückstand auf den Tabellenführer HCP auf 2 Punkte (bei einem Spiel weniger).

Bei den Wölfen (mit Rundensponsor Zirkonzahn) feierten Erlacher und McCauley ein Comeback, so dass neben Tauber nur mehr Scandella und Mair fehlten. Oly Hicks bot wie zuletzt drei ausgeglichen starke Angriffslinien auf; in der Verteidigung ersetzte Althuber Mair und spielte an der Seite von Borgatello. Ritten hingegen schickte mit Urquhart einen Abwehrspieler als 10. Ausländer auf die Tribüne.

Wie immer startete der HCP mit einem eher verhaltenen ersten Drittel ins Spiel: Ritten hatte nach 20 Minuten ein deutliches Chancenplus auf dem Konto und konnte eine Möglichkeit davon auch erfolgreich umsetzen: nach einem Schuss von Rissmiller brachten man den Puck nicht aus der unmittelbaren Gefahrenzone und Siddal konnte nach 10:25 Minuten zum 0:1 abstauben.

Ein hochmotivierter Kapitän kündigte im Drittelpauseninterview an, dass die Wölfe alles geben werden, um dieses Spiel an sich zu reißen. Und mit deutlich mehr Schwung kamen diese dann auch aus der Kabine. In dieser besten Phase des Heimteams wurde Mason gehörig unter Druck gesetzt, und nach 24.44 Minuten gelang der umjubelte Ausgleich, als Söderström auf Oberrauch ablegte und dieser in unnachahmlicher Manier aus kurzer Distanz abzog (1:1). Es folgten weitere Möglichkeiten durch O’Marra (Bauerntrick missglückt knapp) und McCauley (abgefälschter Schuss von Borgatello). Doch nachdem im Gegenzug den Gästen auch nach Videostudium ein vermeintlicher Treffer nicht anerkannt wurde, nahmen diese wieder das Heft in die Hand, scheiterten aber ein ums andere Mal am überragenden Aubin.

Im Schlussdrittel hatte bereits nach wenigen Sekunden McCauley die Führung auf dem Schläger, als er in Penalty-Manier alleine auf Mason zustürmte, es aber einen Tick zu schön machen wollte. Danach verlor die Partie etwas an Intensität; man merkte, der nächste Fehler oder aber Geniestreich eines Spielers kann das Match entscheiden. Und leider waren es die Wölfe, die im Angriffsdrittel den Puck verloren und den Weg frei machten für Johansson, der alleine von dannen zog und den Puck an Aubin vorbei zum Siegtreffer in die Maschen schob (1:2, 10:24 Minuten). Hicks setzte nun alles auf eine Karte, spielte nur mehr mit zwei Linien und nahm letztlich 1:20 vor Schluss den Torhüter vom Eis. Doch die Gäste verteidigten den Vorsprung souverän und kamen in der Schlusssekunde sogar noch zum Empty-Net-Treffer (1:3, Rissmiller).