Der Ausgang ist allseits bekannt.

Ritten Sport holte sich den ersten Meistertitel in der Vereinsgeschichte. Dasselbe Ziel verfolgten die Fiat Professional Wölfe. Doch es gibt am Ende nur einen Sieger, und dieser kommt verdientermaßen vom Ritten.

Der HCP spielte alles in Allem keine schlechte Meisterschaft, doch die Saison war für alle Beteiligten ein Wechselbad der Gefühle, gekennzeichnet durch ein enormes Verletzungspech im Herbst, sowie vielen Höhen und Tiefen und dem Nicht-Erreichen des proklamierten Saisonsziels Titelgewinn.

 Nach dem vielversprechenden Auftritt beim Dolomitencup unter dem neuen Coach Mike Busniuk Ende August folgte ein guter Start in die Meisterschaft, vielleicht auch bedingt durch den Trainingsvorsprung gegenüber den anderen Teams. Das Tief im Spät-Herbst kostete Coach Busniuk Anfang Dezemer den Job, obwohl man kurz zuvor beim Italienpokalfinale stark aufzeigte und knapp am Titel vorbeischrammte. Interimistisch übernahm der sportliche Leiter Oly Hicks die Geschicke an der Bande. Das Team kam wieder in Fahrt, spielte befreit: sieben Siege in Folge in der Weihnachtszeit sprechen eine klare Sprache. Aber es war von Beginn an klar, dass Hicks nur interimistisch als Coach eingeplant ist und so übernahm Mario Richer aus Graz kommend Mitte Januar die „Wölfe“. Es dauerte einige Zeit, bis die Cracks das neue System und die Spielweise von Richer verinnerlicht hatten. Die ersten Spiele liefen überhaupt nicht nach Wunsch, doch pünktlich zu Play-Off-Beginn kam die Wende. Die Pusterer schlugen im Pre-Play-Off Asiago und Ritten und gingen somit aus der Pole Position in das Halbfinale. Gegner Cortina wurde im Halbfinale mühelos aus dem Weg geräumt und es kam zum Südtiroler Finale gegen Ritten Sport. Leider muss man neidlos anerkennen, dass Ritten den Saisonshöhepunkt vollkommen verdient gewann. Das Pusterer Team war nicht vollständig bereit, den letzten Schritt zu tun, um den Titel endlich nach Bruneck zu holen. Zu viele Spieler der Wölfe vermochten gegen den schnörkel- und fehlerlos agierenden Gegner nichts auszurichten.

Allen voran ausgrechnet die ausländischen Spieler, welche während der Saison nachverpflichtet wurden, blieben in der alles entscheidenden Phase einiges schuldig. David Ling, im Januar als der von Team und Umfeld geforderte Leader verpflichtet, vermochte es nicht mehr dem Spiel die nötigen Impulse zu verleihen. Wohl frustriert über die eigene Leistung wurde mit unnötigen Härteeinlagen mehr geschadet als geholfen. Rob Sirianni, im Januar als Söderström-Ersatz und potentieller „Sniper“ verpflichtet, spielte im Preplayoff stark auf, um dann in der Finalserie völlig abzutauchen. Ryan O’Marra, die letze Verpflichtung im Herbst unter Busniuk, spielte keine schlechte Regular Season, blieb aber in der Finalserie ohne Tor und konnte seine Flügel nicht in Szene setzen. Auch der in der Regular Season fehleranfällige Darcy Campbell, welcher sich in Pre-Play-Off und Halbfinale zunächst enorm gesteigert hatte, fiel im Finale wieder ab.

Die einheimischen Cracks um den unermüdlich kämpfenden Kapitän Armin Helfer, seinen Assistenten Christian Borgatello, den unheimlich stark aufspielenden Armin Hofer, den aufstrebenden Daniel Glira, Wirbelwind Patrick Bona und vielen andere versuchten alles um endlich den lang ersehnten Traum aller Pusterer Hockey-Fans wahr werden zu lassen.

Aber leider reichte dies nicht. Meister wurde jene Mannschaft, bei der alle Spieler mitzogen und punktgenau in Topform waren. Die Glückwünsche gehen vom HCP an den Rivalen von Ritten Sport: „Auf eine weitere Schlacht beim Supercup-Finale im Herbst 2014!“

Die „Wölfe“ werden jetzt ihre Wunden lecken, die Vereinsverantwortlichen eventuelle Fehler analysieren, die Ärmel zurück krempeln und an der neuen Saison arbeiten und im Herbst wird mit Sicherheit ein neuer Anlauf gestartet!

Wölfe geben niemals auf!

Harrasser Matthias/Patrick Kirchler

HCP-Fest mit Helfer & Co. und LIVE-Bands

Am 24. Mai findet im Tschurtschenthaler Park ein HCP-Fest statt. Es soll ein feierlicher Abschluß für die Saison 2013/14 sein, der Termin wurde vor Allem deshalb gewählt, um den Fans auch die Pusterer Nationalspieler zu präsentieren. Diese wurden sofort nach dem Finale in das Trainingslager einberufen (Hofer, Helfer, Borgatello, Bona, Scandella), womit es unmöglich war einen Termin gleich nach Saisonende zu finden, an dem auch diese extrem wichtigen und vorbildlich kämpfenden Spieler dabei sein hätten können.

Eine Reihe von Programmpunkten, Verlosung von HCP-Material, der Wölfe Kids Club sowie viel Live-Musik: all das am 24. Mai, Festbeginn 11.00 Uhr.