Zum Neujahrsauftakt war die unbequeme Mannschaft aus Valpellice in der Leitner Solar Arena zu Gast, doch die FIAT Professional Wölfe erledigten auch diese Aufgabe zufriedenstellend und feierten nach spannendem Kampf einen 2:1-Sieg. Dieser Erfolg bedeutet den sechsten Sieg in Folge unter Interimstrainer Hicks und die Verteidigung der Tabellenführung in der Elite.A.

Die Wölfe traten noch ohne Ling (weilt noch in Übersee), noch ohne Erlacher (Comeback steht bevor), weiterhin ohne McCauley (noch gehandicapt) und weiterhin ohne Tauber (der im Drittelpauseninterview ankündigte, in zwei Wochen mit dem Eistraining beginnen zu können) an, konnten aber wieder auf Scandella sowie mit der Firma Zirkonzahn auf einen neuen Rundensponsor zurückgreifen. Neu waren aber nicht nur die Trikots, sondern auch die Linienzusammensetzungen: Crepaz stürmte an der Seite von McLeod und O’Marra (im Wechsel mit den Obermairs) in Linie 1, Oberrauch (später Bona) bildete mit Söderström und Scandella den zweiten Block, und in der dritten Linie lief Schweitzer an der Seite von O’Marra und Bona (später Oberrauch) auf. In der Verteidigung bekam neben den gewohnten Paaren auch Althuber im Wechsel mit Glira viel Eiszeit.

Das erste Drittel verlief schon fast traditionell emotionsarm. Söderström, Hofer, Scandella und Bona (nach schönem Steilpass von Schweitzer) sorgten mit ihren Abschlussversuchen für ein Chancenplus für die Wölfe, die Höhepunkte waren jedoch andere: Nach knapp drei Spielminuten verletzte sich Valpe-Goalie Frazee (ohne Fremdeinwirkung) und musste seinen Platz Backup Rivoira überlassen. Und 1,5 Minuten vor Drittelende brach nach einem Schuss von Helfer eine Plexiglasscheibe, so dass der Schiedsrichter die Teams gleich in die Pause schickte und die restliche Spielzeit im Mitteldrittel anhängen ließ.

Damit das Spiel richtig in Fahrt kam, brauchte es einen Weckruf: nach einem leichtfertigen Scheibenverlust ließ sich Topscorer Ihnacak nicht zwei Mal bitten und stellte wie aus dem Nichts auf 0:1 (Min. 22:03). Das brachte den Wölfe-Motor endgültig ins Laufen, und Angriff auf Angriff rollte nun auf das Tor von Rivoira zu, der aber stets hellwach war und allein im zweiten Abschnitt 26 Tormöglichkeiten der HCP-Cracks vereitelte. Christian Borgatello meinte im zweiten Pauseninterview, dass das Rezept zum Sieg einfach sei: den Druck so lange aufrecht und das Tempo so lange hoch halten, bis es vorne endlich hinhaut.

Und genau so kam es dann im Schlussdrittel: zwei Minuten waren gespielt, als Bona nach schönem Pass von Crepaz entwischte und den umjubelten Ausgleich erzielte (1:1). Die Angriffswelle rollte weiter (Chancen für Oberrauch, O’Marra, Hofer, Söderström), ließ aber an Intensität deutlich nach. Und als plötzlich auch Valpellice mit Barney (Solo, 53.), Johnson (Schlagschuss, 54.) und erneut Barney (aus kurzer Distanz, 55.) Aubin auf die Probe stellte, war erst mal Durchatmen angesagt in Stadion. Die Erlösung folgte jedoch prompt und wieder in der Person von Patrick Bona: nach 56:24 Min. und einem nach vorne abgeprallten Schuss von Helfer war die Nummer 13 zur Stelle und staubte zum spielentscheidenden 2:1 ab. Minutenlanges Videostudium des Treffers durch die Schiris war nur mehr ein Verzögerungsmoment in der Dramaturgie des Abends, im dreieinhalbminütigen Schlussakt ließen die heute sehr disziplinierten Wölfe nichts mehr anbrennen und fuhren den Sieg routiniert nach Hause.